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Doron Rabinovici - April 2007 anläßlich des ein Jährigen Demonstrations"jubiläums" von EoG
In Österreich werden im Namen von Integration Ehen und Familien auseinander gerissen.
Das frühere Prinzip von Familienzusammenführung scheint nicht mehr zu gelten.
Sogar Säuglingen, die in diesem Land geboren wurden, allerdings nicht sogleich mit dem richtigen Paß aus dem Bauch ihrer Mutter purzeln, wird beinah schon im Kreissaal, spätestens aber im Laufe des ersten Halbjahres, eine Aufenthaltsgenehmigung abverlangt.
Sonst dürfen sie nicht in ihrem Geburtsland bleiben.
Diejenigen, die diese Politik befürworten, werden sonst nicht müde, uns von der Heiligkeit von Familie, Ehe und Elternschaft zu predigen. Ausgewiesen wird, wer sich eine Existenz aufbaute und Liebe fand.
Wo Lebensmittelpunkt und Angehörige sind, interessiert diese Politik nicht.
Um Heimat zu schützen, wird das gemeinsame Zuhause zerstört.
Das Gesetz richtet sich gegen das gelungenste Modell von Integration, richtet sich gegen Integration schlechthin, denn wer kennt eine bessere Form von Zugehörigkeit und Verbundenheit als Liebe.
Dieses Fremdenrecht zielt aber gegen die Liebe. Das Gesetz wendet sich nicht nur gegen jene Menschen, die ausgewiesen werden.
Es wendet sich nicht nur gegen jene, die hier getrennt zurückbleiben müssen.
Es wendet sich nicht nur gegen jene Ausländer, die fürchten müssen, morgen durch neue Bestimmungen ebenfalls ausgegrenzt zu sein.
Das Gesetz wendet sich gegen alle, die sich in einen Menschen verlieben wollen, ohne zuerst nach den Papieren zu fragen.
Aus all diesen Gründen muß das Fremdenrecht abgeändert werden, um dem Menschenrecht hierzulande zur Geltung zu verhelfen.
www.rabinovici.at
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